
Donnerstag, 11.6. 2026 von 18 bis 19 Uhr
Führung:
Bernhard Hachleitner (Historiker) mit Michael Hieslmair und Michael Zinganel (Tracing Spaces / Museum Nordwestbahnhof)
in der Außenstelle des Museums Nordwestbahnhof
Ecke Taborstrasse/Nordwestbahnstrasse
Unmittelbar nach dem „Anschluss“ wurden in der 1952 abgebrochenen Personenbahnhofshalle die Propaganda-Reden der NS-Größen Göring, Goebbels und Hitler abgehalten. Von Anfang August bis Ende Oktober 1938 fand hier auf 4.800 m2 die antisemitische Wanderausstellung „Der ewige Jude” in einer für Wien erweiterten Version statt, die ganz offen durch die systematische Diskreditierung von Juden und Jüdinnen deren Diskriminierung, Beraubung und Vertreibung legitimiert und zu gewaltsamen Übergriffen auf die jüdische Bevölkerung ermutigt hat.
Um einen vorerst temporären Erinnerungsort an die Nutzung des Bahnhofs während der Zeit des Nationalsozialismus zu schaffen, hat Tracing Spaces 2021 Mithilfe einer Förderung von Kunst im öffentlichen Raum Wien in einer Installation die Umrisse des Bahnhofsgebäudes und die Einbauten für die Ausstellung am Originalstandort und im Originalmaßstab nachgezeichnet. Ursprünglich nur für einen Sommer geplant, konnte diese „Markierung“ dank Unterstützung der ÖBB bis heute als Rahmen für eine Reihe von Veranstaltungen und Führungen erhalten bleiben – in der Ambition, dass im hier neu entstehenden Stadtentwicklungsgebiet auch eine permanente Lösung in angemessenen Dimensionen einen Platz finden wird.
Anmeldung unter:
office@tracingspaces.net
Treffpunkt bei der Nepomuk Kapelle an der Kreuzung Taborstraße-Nordwestbahnstraße
Strassenbahnlinien 2 und 5 (Haltestelle Am Tabor)
