Excavations – Ein temporärer Erinnerungsort an die antisemitische Propaganda-Ausstellung „Der ewige Jude“

Eine Führung in Kooperation mit dem DÖW (Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes)
Do. 11.06.2026
18.00 Uhr bis 19.30 Uhr
Aussenstelle Excavations an der Ecke Taborstraße-Nordwestbahnstraße
Überlagerung eines Luftbildes des Areals des Wiener Nordwestbahnhofs aus dem Jahr 2015 mit dem Einreichplan der Einbauten für die NS-Propaganda-Ausstellung „Der ewige Jude“ (1938) im Bestand des später zerstörten Bahnhofsgebäudes (schraffiert) an der Ecke Taborstraße und Nordwestbahnstraße. Standfoto aus dem Film „Stadt ohne Juden“ (1924) und vom Aufbau der Ausstellung „Der ewige Jude“. Fotos: © Filmarchiv Austria; ÖNB Bildarchiv Austria, Wolghang Thaler

Donnerstag, 11.6. 2026 von 18 bis 19 Uhr

Führung: 

Bernhard Hachleitner (Historiker) mit Michael Hieslmair und Michael Zinganel (Tracing Spaces / Museum Nordwestbahnhof)

in der Außenstelle des Museums Nordwestbahnhof
Ecke Taborstrasse/Nordwestbahnstrasse

Unmittelbar nach dem „Anschluss“ wurden in der 1952 abgebrochenen Personenbahnhofshalle die Propaganda-Reden der NS-Größen Göring, Goebbels und Hitler abgehalten. Von Anfang August bis Ende Oktober 1938 fand hier auf 4.800 m2 die antisemitische Wanderausstellung „Der ewige Jude” in einer für Wien erweiterten Version statt, die ganz offen durch die systematische Diskreditierung von Juden und Jüdinnen deren Diskriminierung, Beraubung und Vertreibung legitimiert und zu gewaltsamen Übergriffen auf die jüdische Bevölkerung ermutigt hat.

Um einen vorerst temporären Erinnerungsort an die Nutzung des Bahnhofs während der Zeit des Nationalsozialismus zu schaffen, hat Tracing Spaces 2021 Mithilfe einer Förderung von Kunst im öffentlichen Raum Wien in einer Installation die Umrisse des Bahnhofsgebäudes und die Einbauten für die Ausstellung am Originalstandort und im Originalmaßstab nachgezeichnet. Ursprünglich nur für einen Sommer geplant, konnte diese „Markierung“ dank Unterstützung der ÖBB bis heute als Rahmen für eine Reihe von Veranstaltungen und Führungen erhalten bleiben – in der Ambition, dass im hier neu entstehenden Stadtentwicklungsgebiet auch eine permanente Lösung in angemessenen Dimensionen einen Platz finden wird.

Anmeldung unter: 
office@tracingspaces.net

Treffpunkt bei der Nepomuk Kapelle an der Kreuzung Taborstraße-Nordwestbahnstraße

Strassenbahnlinien 2 und 5 (Haltestelle Am Tabor)

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