
Entwurf für ein Denkmal zur Rolle des Nordwestbahnhofs während der NS-Zeit
Die Propagandareden der Größen des NS-Regimes und die antisemitische Wanderausstellung „Der ewige Jude“, die 1938 am Wiener Nordwestbahnhof stattgefunden haben, trugen maßgeblich dazu bei, die jüdische Bevölkerung zu diskreditieren und diffamieren. Allein in der Ausstellung am Wiener Nordwestbahnhof wurden 350.000 Besucher*innen indoktriniert und ermutigt, dem geschürten Hass gegenüber Jüd*innen freien Lauf zu lassen – verstärkt durch die massive Berichterstattung in den politisch bereits gleichgeschalteten Massenmedien.
An diese Ereignisse und das Wechselspiel von Propaganda, realräumlichen Inszenierungen und Taten sollte auch in Zukunft direkt am Tat-Ort des damaligen Geschehens in angemessener Form erinnert werden. Das sollte nicht nur als historische Verpflichtung angesehen werden, sondern als Mahnung vor den leider nur allzu aktuellen rassistischen und faschistoiden Strategien der Gegenwart, die mit vorsätzlich gestreuten Unterstellungen den ‚virtuellen‘ Raum fluten.
