Open Air mit Volxkino

Filmabend zum Thema Donau mit Führung zu den Interventionen am Areal
Di. 04.08.2026
21.00 Uhr / davor um 19 Uhr Führung
MUSEUM Nordwestbahnhof

Filmabend zum Thema Donau

Mittwoch, 4.8.2026

in Kooperation mit Voxkino, freier Eintritt!

angeschwemmt

Regie: Nikolaus Geyrhalter 1994, 86 min.

Die Welt an der Donau wird im wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt: dem Fluß und den oft seltsamen Eigenheiten der Menschen, die an ihm leben. Und man trifft viele dort:

Fischer und Friedhofwärter, buddhistische Mönche, Donauinselkleingärtner, gestrandete Frächter, Sandler und Soldaten. Sie alle verbindet der große Strom, gegen den sie schwimmen. Von all diesen Gesichtern, Geschichten und Sehnsüchten erzählt dieser Film; in ruhigen Bildern wird von einer unaufdringlichen Kamera von den unzähligen Wasserleichen, die auf dem Alberner „Friedhof der Namenlosen“ begraben sind, ebenso erzählt wie von dem rumänischen Frächter, der mit seiner Frau nun schon bald ein Jahr in Wien auf seinem Schlepper festsitzt, weil die Donaublockade im ehemaligen Jugoslawien seine Heimreise verhindert.

„Mit den geringstmöglichen Mitteln und einem unfehlbaren Gespür für das Wesentliche hat Nikolaus Geyrhalter, einer der jüngsten und derzeit vielversprechendsten Dokumentarfilmemacher in Österreich, einen hervorragenden Film gemacht; angeschwemmt ist ein kommentarlos ruhiges und nichtsdestoweniger unterhaltsames Portrait von Menschen, die ihr Leben an oder auf der Donau verbringen. Der in beschaulichen Schwarzweißbildern komponierte Film besticht durch die stilistische Genauigkeit, in der eindringliche Rhythmen und Bildharmonien geschaffen und Aussagen nicht forciert, sondern gefühlvoll eingefangen werden.“

Robert Buchschwenter 1994 über das Ertlingswerk des damals erst 22-jährigen autodidakten Regisseurs

Davor um 19 Uhr bietet Tracing Spaces eine Führung zu den künstlerischen Interventionen am Areal:

zu den Foto-Portraits der vielen kleinen tierischen Bahnhofsbrachen-Bewohner*innen von Romana Widder-Lunzer, und einer Foto-Installation in der fiktiven Werft von Katharina Gruzei

weiters zu den Ergebnissen aus den Workshops mit Christina Gruber und Julia Grillmayr (Sound-Walking und Sumpf-Hörspiel), Theresa Hattinger (Signaletik und visuelles Leitsystem), Paul Papalecca und Max Weidacher (Hybrider Schiffsmodellbau), Herwig Turk und Johannes Hoffmann (Schwemmkulturen), Post Flood Community (Sedimentforschung), sowie Natascha Muhic (Krandaubel-Fischerei) 


Ort:
Museum Nordwestbahnhof
Nordwestbahnstrasse 16, 1200 Wien

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