Veranstaltungen | Führungen

Die Installation kann ab Mitte September 2021 jeden Tag bei Tageslicht vor Ort besichtigt werden.

Die öffentliche Erstbegehung der Baustelleneinrichtung der künstlerischen ‚Ausgrabungsarbeiten’ am Wiener Nordwestbahnhof mit Rosemarie Burgstaller, Bernhard Hachleitner und Michael Zinganel fand am Montag, den 2. August 2021, dem Jahrestag der Eröffnung der NS Propagandaausstellung „Der ewige Jude“ (1938) statt.

BISHERIGE VERANSTALTUNGEN:

Freitag, 12. November 15 Uhr
Excavations from the darkest Past
Führung durch die Installation im Rahmen der Vienna Art Week
Im Anschluss um ca. 16:00 Uhr
(K)EIN BILD MACHEN? Über das Ausstellen von NS-Kunst und -Propaganda
Podiumsdiskussionodiumsdiskussion
im Museum Nordwestbahnhof im Rahmen der Vienna Art Week

Die MUSA-Ausstellung „Auf Linie“ zur NS-Kunstpolitik und die Installation „Excavations from the darkest Past” zu „Der ewige Jude“ am Nordwestbahnhof sind zwei aktuell laufende Beispiele, NS-Propaganda und -Kunst auszustellen und kritisch zu reflektieren. Ausstellungsmacher*innen sind dabei immer mit der Frage konfrontiert, wie diese Themen sichtbar gemacht werden können, ohne ihre problematischen Inhalte und Gestaltungstechniken zu reproduzieren und dadurch zu verstärken – eine Frage, die sich bereits unmittelbar nach 1945 gestellt hat, bei den anti-faschistischen und anti-rassistischen Ausstellungen wie „Niemals vergessen!“ im Künstlerhaus (1946) oder „Die Menschheit eine Familie“ im Naturhistorischen Museum (1949) gestellt hat. Damals noch verschärft durch den Aspekt der Kontinuität: Prägende Gestalter*innen haben mit ein- und denselben Gestaltungstechniken in den unterschiedlichsten politischen Kontexten gearbeitet: Im Roten Wien (1919-1934), im Austrofaschismus (1934-38), für NS-Propaganda-Ausstellungen (ab 1938) und in der Zweiten Republik (ab 1945).

mit Rosemarie Burgstaller, Historikerin und Autorin der Publikation „Inszenierung des Hasses. Feindbildausstellungen im Nationalsozialismus“ (2021); Bernhard Hachleitner, Historiker und Kurator; Ingrid Holzschuh, Kunsthistorikerin, Co-Kuratorin der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien. Die Reichskammer der bildenden Künste Wien“ im MUSA (2021); Heidrun-Ulrike Wenzel, Historikerin, Autorin von „Vergessen? Niemals!“ Die antifaschistische Ausstellung im Wiener Künstlerhaus 1946 (2018); Michael Zinganel, Architekt, Künstler und Kulturhistoriker, Co-Kurator des Museums Nordwestbahnhof und Co-Autor der Installation „Excavations from the darkest Past“ (2021)

Moderation: Susanne Wernsing, freie Kuratorin und Forscherin

Freitag, 22.10. 16:00 bis 19:00 Uhr
Mobiles Symposiums bzw. Stadtwanderung am und in der unmittelbaren Nachbarschaft des Bahnhofs.

Diese führt zu Standorten von Firmen mit jüdischen Mitbesitzern, die der Arisierung zum Opfer gefallen sind, zu Orten der Beraubung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus, zu Orten der Zwangsarbeit – bis zu Erinnerungen an die Auswanderungswelle aus der Sowjetunion in den 1970er-Jahren.

Mit Beiträgen von Ernst Brückner, ehemaliger Mitarbeiter von Schenker Österreich am Standort Nordwestbahnhof; Gabriele Anderl, freie Wissenschaftlerin, die zur NS-Zeit, Kunstraub und Restitution, Migration und Exil arbeitet; Sabine Loitfellner, Historikerin, forscht zur Provenienz und Verwertung geraubter jüdischer Güter (VUGESTA); Eva Steigberger, Archäologin am Bundesdenkmalamt, u.a. für die „Liste des NS-Opferorte in Österreich“ zuständig; Michael Hieslmair & Michael Zinganel, Museum Nordwestbahnhof mit Bernhard Hachleitner zur Geschichte des Nordwestbahnhofs

Donnerstag, 21.10. 18:30 bis 21:30 Uhr
Führung durch die Installation mit anschliessender
Vorführung des Stummfilms “Stadt ohne Juden“ (1924)

Zur Installation spricht Michael Zinganel, zur Ausstellung „Der ewige Jude“ Rosemarie Burgstaller, Historikerin und Autorin der Publikation „Inszenierung des Hasses. Feindbildausstellungen im Nationalsozialismus“ (2021). Zum Film spricht Hannes Sulzenbacher, u.a. Co-Kurator der Ausstellung „Die Stadt ohne Juden. Muslime Flüchtlinge Ausländer…“ im METRO KinoKulturHaus (2018) und Projektleiter der neuen österreichischen Ausstellung im Block 17 des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau (2021).

 

Donnerstag, 8.10. 15 bis 17 Uhr
Führung in Kooperation mit Open Arts und urbanize

Samstag, 1.10. 18 bis 24 Uhr
Führung in Kooperation mit der Langen Nacht der Museen

Dienstag, 28.9. 19 bis 21 Uhr
Führung in Kooperation mit der Vienna Design Week

Treffpunkt bei Veranstaltungen jeweils beim Eingang zu den Excavations gegengüber Nordwestbahnstraße 11. Eine Voranmeldung verpflichtend!  Gemäss der COVID-Präventionsregeln sind ein 3G Nachweis und MNS Masken in Inneräumen erforderlich.

Führungen für Gruppen können jedoch auch nach Wunsch vereinbart werden.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: office@tracingspaces.net

Weitere Ergebnisse der begleitenden Forschungen werden zudem auch im Museum Nordwestbahnhof in der Nordwestbahnstrasse 16a, 1200 Wien gezeigt werden.